Archive for Oktober, 2012

Sicherheit vs. Fankultur

Oktober 31, 2012

Das Thema Stadionsicherheit wird seit längerer Zeit mehr und mehr diskutiert. Nachdem die Medien öfters über Fan-Übergriffe und verbotenen Handlungen im Stadion berichtet haben, reagierten zunächst die Innenminister und forderten durchweg ein konsequentes Vorgehen gegen Pyrotechnik, politisch inkorrekten Werbebannern und Fangewalt. Besonders der nordrhein-westfälische Innenminister Jäger brachte den Stein ins Rollen, indem er die Vereine stark unter Druck setzte.

Angeblich sei die Polizei überlastet. Sicher haben Spiele wie Borussia Dortmund gegen Dynamo Dresden im DFB Pokal, das Relegationsspiel Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC oder das vergangene Revierderby Dortmund gegen Schalke nochmal Öl ins Feuer gegossen. Derart unter Druck gesetzt hat sich die DFL diesem Thema angenommen und raus gekommen ist dabei das umstrittene 33-seitige Positionspapier „Sicheres Stadionerlebnis“, welches von vielen Vereinen und Fanclubs abgelehnt beziehungsweise nicht eins zu eins angenommen wird. Die Tatsache, dass Borussia Dortmund dieses befürwortet, rührt wahrscheinlich daher, dass Vereinspräsident Dr. Reinhard Rauball bekanntermaßen DFL-Vorsitzender ist. Aber Rauball ist auch Jurist und kann sich als Sozialdemokrat auch Justizminister A.D nennen. Und gerade die Juristen -die Fananwälte- haben große Bedenken. „Das Papier ist zum großen Teil rechtswidrig und schränkt die Freiheits- und Persönlichkeitsrechte der Fans zu sehr ein.“, so die juristische Stimme der Fans. Hier ein Beispiel: Geht man davon aus, dass körperliche Untersuchungen, also auch in den Körper reingucken, ohne Arzt und Richter oder Staatsanwalt durchgeführt werden können, so geht das über das Maß der deutschen Strafprozessordnung hinaus, die gerade versucht eine Harmonie zwischen Freiheit und Sicherheit sowie Ermittlungsinteresse zu erreichen. Rechtstaatliche Prinzipien wie „Verhältnismäßigkeit“ und „Angemessenheit“ schienen bei der Ausarbeitung des Papiers ein wenig stiefmütterlich behandelt worden zu sein. Sicherheit um jeden Preis kollidiert nun mal mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Natürlich ist das für die DFL-Lobby völliger Humbug und ein Sprecher äußerte sich in einem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung folgend: „Die im Konzeptpapier (…) vorgeschlagenen Maßnahmen werden in den verbandsrechtlichen Vorschriften selbstverständlich so ausgestaltet und in der Praxis selbstverständlich so umgesetzt, dass sie mit dem geltenden Recht in Einklang stehen“ Selbstverständlich ist Sicherheit wichtiges Gut und bei weitem keine Selbstverständlichkeit. Aber kann man Sicherheit um jeden Preis erzwingen? Oder will die DFL durch bewusst überzogene und unangemessene Forderungen, so viele Einschränkungen wie möglich raus kitzeln? Schließlich wird hier in Deutschland jedes Gesetz, jede Richtlinie und jedes Konzept zehnmal ausdiskutiert, bevor man es für Verbindlich erklärt. So funktioniert nun mal ein moderner aufgeklärter Rechtsstaat. Insoweit kann man sicher davon ausgehen, dass am DFL-Sicherheitskonzept rechtskundige Leute mitarbeiten. Dem Grunde nach ist es nichts als der übliche Kuhhandel, wenn es um die Einschränkung von Freiheits- und Persönlichkeitsrechten geht. Seit 2001 ist dieser Markt ja florierend und ruft Meinungen aller Couleur zum Feilschen auf. Die Sicherheitsdebatten um Nine-Eleven müssen ja hier nicht alle aufgezählt werden.
Das Thema Stadionsicherheit wird seit längerer Zeit mehr und mehr diskutiert. Nachdem die Medien öfters über Fan-Übergriffe und verbotenen Handlungen im Stadion berichtet haben, reagierten zunächst die Innenminister und forderten durchweg ein konsequentes Vorgehen gegen Pyrotechnik, politisch inkorrekten Werbebannern und Fangewalt. Besonders der nordrhein-westfälische Innenminister Jäger brachte den Stein ins Rollen, indem er die Vereine stark unter Druck setzte.

Der Fan dürfte am wenigsten vom Sicherheitskonzept begeistert sein – zumindest nicht der freiheitsliebende Fan, der seine Rechte als Bürger dieser Republik kennt. Nicht jeder Fan, der im Stadion für Stimmung sorgt ist ein schlagender, randalierender, homophober und rassistischer Hool, der das Fußballstadion als Schlachtfeld sieht. Folgt man dem Sicherheitspapier, so wird er mit einer Minderheit gleichgesetzt. Jeder ist ein potentieller Sprengstoffschmuggler. Kein Wunder, dass das „Sicherheitspapier“ der DFL primär für Empörung in der Fankurve sorgte. Dem Besucher auf der Haupttribüne wird das reichlich egal sein, zumindest so lange bis nicht auch er durch eine Hochsicherheitsschleuse gelotst wird.Vielleicht zahlt der Fan in der Kurve nur ein Bruchteil dessen, was ein Buisness-Seat einbringt, und ist damit für Vereine finanziell nicht so attraktiv Natürlich soll man, egal auf welchem Platz, keine Angst haben ins Stadion zu gehen. Aber ist es notwendigdeswegen den Rechtsstaat bis aufs Äußerste auszureizen und die Freiheitsgesetze restriktiv und die Sicherheitsgesetze extensiv auszulegen? Es ist jedenfalls nicht der goldene Weg der Mitte. Statt zu begrenzen wird verboten, statt zu verhandeln wird verlangt. Natürlich ist es leichter alle zu bestrafen, anstatt die Chaoten ausfindig zu machen, die jedes Mal den Bogen überspannen und jedes Mal gewaltbereit sind und jedes mal rassistische und homophobe Parolen in Wort, Schrift und Bild von sich preisgeben. Allein aus diesen paar Beispielen ist die breite Ablehnung des „Sicherheitspapiers“ nachvollziehbar. Möglicherweise muss man den Damen und Herren vom DFL zugestehen, dass diese gegebenenfalls weniger von einer bunten Fankultur geprägt ist, sondern mehr von der Lobby, die den Fußball als Plattform für kommerzielle Partikularinteressen sieht.. Was am Ende dabei raus kommt, bleibt noch abzuwarten. Spannend wird sein, ob sich am Ende aufgrund mangelnden Konsens die obersten Richter in Deutschland mit den Interessen von Sicherheits- und Fußballfans auseinandersetzen müssen.

Der Fan dürfte am wenigsten vom Sicherheitskonzept begeistert sein – zumindest nicht der freiheitsliebende Fan, der seine Rechte als Bürger dieser Republik kennt. Nicht jeder Fan, der im Stadion für Stimmung sorgt ist ein schlagender, randalierender, homophober und rassistischer Hool, der das Fußballstadion als Schlachtfeld sieht. Folgt man dem Sicherheitspapier, so wird er mit einer Minderheit gleichgesetzt. Jeder ist ein potentieller Sprengstoffschmuggler. Kein Wunder, dass das „Sicherheitspapier“ der DFL primär für Empörung in der Fankurve sorgte. Dem Besucher auf der Haupttribüne wird das reichlich egal sein, zumindest so lange bis nicht auch er durch eine Hochsicherheitsschleuse gelotst wird.Vielleicht zahlt der Fan in der Kurve nur ein Bruchteil dessen, was ein Buisness-Seat einbringt, und ist damit für Vereine finanziell nicht so attraktiv Natürlich soll man, egal auf welchem Platz, keine Angst haben ins Stadion zu gehen. Aber ist es notwendigdeswegen den Rechtsstaat bis aufs Äußerste auszureizen und die Freiheitsgesetze restriktiv und die Sicherheitsgesetze extensiv auszulegen? Es ist jedenfalls nicht der goldene Weg der Mitte. Statt zu begrenzen wird verboten, statt zu verhandeln wird verlangt. Natürlich ist es leichter alle zu bestrafen, anstatt die Chaoten ausfindig zu machen, die jedes Mal den Bogen überspannen und jedes Mal gewaltbereit sind und jedes mal rassistische und homophobe Parolen in Wort, Schrift und Bild von sich preisgeben. Allein aus diesen paar Beispielen ist die breite Ablehnung des „Sicherheitspapiers“ nachvollziehbar. Möglicherweise muss man den Damen und Herren vom DFL zugestehen, dass diese gegebenenfalls weniger von einer bunten Fankultur geprägt ist, sondern mehr von der Lobby, die den Fußball als Plattform für kommerzielle Partikularinteressen sieht.. Was am Ende dabei raus kommt, bleibt noch abzuwarten. Spannend wird sein, ob sich am Ende aufgrund mangelnden Konsens die obersten Richter in Deutschland mit den Interessen von Sicherheits- und Fußballfans auseinandersetzen müssen.

Quo vadis Katalonien? República Catalana?

Oktober 31, 2012

Spanien und sein schönes Katalonien. Gehen sie bald getrennte Wege? Nachdem bereits der Huffington Post und Al Jazeera Europe bereits diese Woche darüber berichtet oder gebloggt haben, so drängt sich doch die Frage auf: „Warum nicht in unseren Qualitätsmedien?“. Dass Katalonien sehr separatistisch gestrickt ist, ist schon lange bekannt. Aber auch der FC Barcelona würde im Zweifel seine Fans im Unabhängigkeitskampf unterstützen.  Alles klingt schön nach Revolution und Freiheitskampf. Welche Folgen hat das?

Ein unterdrücktes Thema in Europa?

Googlet man nicht gerade Bettina Wulff, sondern Katalonien, so schlägt die Suchmaschine nicht Prostituierte oder Artemis vor, sondern „unabhängig“. Gleich werden auch Artikel von Qualitätsmedien über den Kampf um die Unabhängigkeit auf die erste Seite projeziert. Die Autonome Gemeinschaft hat rund 7,5 Millionen Einwohner und ist ein beliebtes Urlaubsziel. Barcelona, Calela und das legendäre Lloret de Mar liegen hier am Mittelmeerstrand. Jeder will dahin. Eine Region, die auch viele Einwanderer aus Deutschland hat. Die Gründe sind unterschieldlich, Die einen wegen dem Wetter, die anderen der Kinder wegen und manch andere wegen der Liebe. Alles vertretbare Ansichten. Aber eine Unabhängigkeit ist für viele nicht vertretbar. Besonders für die königstreuen. Ja es gibt sie auch hier. Die Leute, die Stolz auf die Krone sind und mit Begriffen wie Republik, Independence oder sowas wenig über haben.

Autonomie – aber man kann nicht alles haben

Autonom heisst selbstverständlich auch, daß sie eine eigene Sprache sprechen das „Katalanisch“ und auch eine eigene Fußballnationalmannschaft haben, die aber nicht auf großen Turnieren auftritt. Ansonsten wäre als erste Folge zu nennen, dass der Welt- und Europameister Spanien auf viele katalanische Spiler wie Xavi, Iniesta und Puyol verzichten müssten. Darüberhinaus müsste auch Katalonien eine eigene Fußballliga gründen. „El Classico“ in der spanischen Serie A wäre gestrichen – zumindest auf nationaler Ebene. Ebenso wäre Katalonien nicht Mitglied der EU, sondern müsste sich um eine Mitgliedschaft bewerben. Und dies wird auch nicht ohne weiteres so schnell erfolgen:Justizkommissarin Viviane Reding die Äußerungen des spanischen Europaministers Iñigo Méndez. Dieser  hatte auf Artikel 4.2 des Vertrags über die Europäische Union verwiesen, wonach die EU „die territoriale Integrität seiner Mitglieder respektieren“ müsse und „nicht einseitige Unabhängigkeitserklärungen von Teilen eines Mitgliedsstaates anerkennen“ könne. Auf Deutsch: Kein EU-Recht und keine Währung. Spanien hätte eine wirtschaftsstarke autonome Gemeinschaft auf einmal verloren. Barca lockt an. Aber Barca steht auch ein wenig für die spanische Unabhänigkeit. Der Verein hat Anhänger auf der ganzen Welt und auch nicht jeder Deutsche würde aus patriotischen Gründen irgendeinem Fußballclub aus Deutschland beihalten, wenn er nicht selber Fan ist.

Barca-Fans gelten in Spanien vor allem als eines: sozialistisch, anarchistisch und revolutionär. Ganz im Gegensatz zu Real Madrid, wo sich mehr so die kronloyalen Anhänger tümmeln. Aber das ist ja alles nur Fußball, aber dennoch ein empirisches Mittel, um die Gesinnung manchner Fußballverrückte zu erkennen. Wie auch immer: Katalonien wäre dann eine neutrale Enklave in Westeuropa. Was daraus dann wird, das bleibt unklar. Aber welche Folgen hätte das für die EU? Würde das so manch andere Region in Europa auf den Geschmack bringen, ähnliches zu tun? Beispielsweise könnten die Saarländer auf die Idee kommen, einen autonomen Saar-Staat zu fordern, um den Osten und Griechenland nicht weiter zu ernähren. Eine nennenswerte Bewegung besteht bisher (noch) nicht. Zumindest würde die Europäische Union über einen raschen Beitritt nachdenken. Immerhin wird ja auch mit Ländern verhandelt, die allesamt aus dem Ex-Jugoslawien stammen. Auch in Schottland wird der Ruf nach Unabhängikeit von Empire und England immer lauter.

Wie es am Ende ausgeht bleibt ungewiss

Gleichwohl könnte die Region im Einvernehmen mit Spanien unabhängig werden. Allerdings wäre der Rest von Spanien nicht so sehr darüber erfreut. Ob nach den heftigen Prostesten in Spanien ein gewaltsamer Aufstand nach Unabhängigkeit zu befürchten ist, das bleibt abzusehen. Bisher sind keine Panzer in Spanien auf Bürger losgegangen. Muss ja auch nicht sein. Europa und Spanien hat ganz andere Sorgen als „Hirngespinsten hinterherzujagen“, wie es der spanische König Juan Carlos zu sagen pflegt.Aber denkbar ist es, dass Katalonien nach rund 300 Jahren unter spanischer Krone eine souveräne Republik wird. Als wären wir nicht davor gewarnt: Bereits in den 50er Jahren wird von einenm „Zerfall der Nationen“ gesprochen. Darin sind neben Schottland, Katalonien auch das belgische Flandern erwähnt. Der österreichiche Autor , Jurist und Philosoph Leopold Kohr warnte bereits davor.

„Never ending story“ – ESM goes to Lux

Oktober 24, 2012

Ohje! Und wieder mal der ESM. Erst das häckmäck im Parlament und dann schön Karlsruhe entscheiden lassen. Der ESM scheint ja voller Tücken zu sein. Die Roten aus Karlsruhe sagte  wie immer brav: „Ja, aber“ und der ESM schien beschlossen. Und nun schickt ein Gericht in Irland den ESM-Vertrag zum Europäischen Gerichtshof ins Großherzogtum. Vorabentscheidungsverfahren im Juristendeutsch. Der ESM soll nun gegen das Europarecht verstoßen und Juristen aller Länder streiten sich weiter.  Ticken die noch richtig?

Um mal die Jungs aus Karlsruhe in Schutz zu nehmen. Europarecht brauchen die nicht zu machen und werden auch einen Teufel tun und den Kollegen aus Lux in die Suppe zu spucken. Allerdings drängt sich doch eine Frage auf: Kann man keine handfesten Gesetze mehr beschließen. Wieso bezahlt der Steuerzahler exzellente Juristen, die solche Gesetze austüfteln? Natürlich sind Gesetze immer mit Zündstoff für Streitigkeiten und Unstimmigkeiten versehen. Aber: Die Zeit drängt und die Märkte sind nicht unbedingt immer amüsiert über unsichere Gesetze. Würde es den Ami oder Chinesen interessieren, was in Europa gerade abegeht, der würde sich doch ins Fäustchen lachen. Euro-Skeptiker werden Steilpässe geliefert. Sarrazin, Schachtschneider und Co. können nun wieder auftrumpfen und die Medien berichten weniger über die schönen Dinge des Lebens. Alles nur wegen dem Rettungspaket. Pragmatismus? Fehlanzeige!

Aber muss man jetzt den Finger auf die Schulden-Länder zeigen? Nein! Die können am wenigsten dafür, dass sie nicht auf die stabile Währungsunion vorbereitet wurden. Alle wollten den Euro haben und mit Europa ging es nicht schnell genug. Ein Europa der „zwei Geschwindigkeiten“ wurde verpönt. Gut lachen haben die Länder die den Euro nicht wollten. Das sind beispielsweise die Nachbarn aus Dänemark und denen geht es bekanntermaßen besser als unsereins. Könnte man von den Skandinaviern lernen. Naja das wird demnächst hier weiter eruiert. Als Fazit bleibt am Ende nur zu sagen, dass die „Never ending story“ endlich mal ein Ende haben muss. Danach kann man weitere Probleme anpacken.

Nobelpreisträger beim Führer

Oktober 24, 2012
  • Ingar Sletten Kolloen : Knut Hamsun

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Wie der US-Wahlkampf langsam nervt!

Oktober 22, 2012

Seit Monaten wird der mündige gesellschaftlich interessierte Bürger ständig von Meinungen, Meldungen, Informationen vom bevorstehenden Wahlkampf in den USA heimgesucht. Ganz egal, ob nun der Friedensnobelpreisträger Obama oder sein konservativer Herausforderer Romney das Rennen macht, hauptsache es ist Schluss.

Alle vier Jahre wird in den USA der Präsident gewählt und Gott sei Dank ist es nicht immer dergleiche. Die Berichterstattung schon. Schon ein halbes Jahr davor wird über die Qualitätsmedien fleissig über den Herausforderer und den amtierenden „mächtigsten Mann der Welt“ fleissig gesprochen, geschrieben, gezwitschert und gefilmt. Natürlich wird so eine Wahl nicht spurlos an Deutschland und Europa vorbeigehen. Aber im Vorfeld wird darüber mehr berichtet als über die aktuelle Wahl in Tscheschien oder in Litauen, Länder die eher vor unserer Haustüre sind als die Vereinigten Staaten.

Aber muss man sich das geben? Ist es wichtig zu wissen, dass Romney als Teenager mal einen Schwulen auf dem Pausenhof vermöbelt hat, oder daß Obama mit zwiellichtigen Gestalten im Studium abhing? Höchstens um mit unnützen Wissen herumzuprotzen. Wichtig ist doch nur, daß wir am 6. November 2012 endlich wissen, wer der neue Präsident wird. Einfluß haben wir in Europa eh keinen und die Amis haben auch nur einen mittelbaren Einfluß mittels Wahlmänner auf die Wahl.

Momentan hat der amtierende Präsident die Nase vorne und in den letzten Wahlen wurde der amtierende Präsident sowieso wiedergewählt. Auch die FAZ ist sich in einem aktuellen Online-Artikel sicher, dass es Obama wieder macht. Es sei das „Paradox des Präsidenten“ und von Wechselstimmung sei im Land auch keine Spur.

Es ist schon ein Paradoxon, daß hier über den Wahlkampf geschrieben wird, aber irgendwie muss man sich ja  seine Meinung darüber auch kundtun können. Wer sich darüber informieren will, sollte dazu die amerikanische Presse lesen, die eh viel näher am Ort des Geschehens ist. Im Übrigen würde die höchtens einen kleinen Artikel über eine Bundestagswahl in Deutschland schreiben.

Für alle die sich dennoch die Dosis „Robamney“ geben will, die können sich am Montagabend den dritten und letzten Schlagabtausch der beiden Kontrahenten geben. Objektiv bleibt der Wahlkampf ja, in Anbetracht der Tatsache, dass beide etwa gleichauf sind spannend.

Sex und Macht in der Bonner Republik. Ursula Kosser rechnet in „Hammelsprünge“ ab!

Oktober 19, 2012

Frauen habens ja gewöhnlich schwer heutzutage. Früher war es ja noch schlimmer und nicht besser! Zumindest wenn man Ursula Kosser glauben schenkt. Als ich nur Hammelsprünge sah, ist mir das Buch sofort aufgefallen. Den Rest des Beitrags lesen »

Stuckrad-Barre – Politik-Talk mal anders.

Oktober 13, 2012

Im öffentlich-rechtlichen haben wir eine Fülle von Talkshows mit Politikern. Alle sind bierernst und alle nehmen sich sehr ernst. Geht es nicht anders? Doch! Benjamin von Stuckrad-Barre zeigt, dass es auch anders geht. Stuckrad-Barre ist der neue Polit-Talk auf Tele 5.

Tele 5 setzt auf Stuckrad-Barre

Seit letzten Donnerstag läuft die neue Staffel von Stuckrad-Barre. Tele 5 hat aufgerüstet und gleich mehrere Comedians und Talkmaster eingekauft. Einer davon: Benjamin von Stuckrad-Barre. Der bereits auf dem Experimentier-Kanal von ZDF neo, wo die Generation MTV sich austoben konnte das Format Stuckrad-Late-Night bereits sendete. Produziert wurde die Sendung damals wie auch jetzt von Christian Ulmen. Geändert hat sich an der Sendung nicht viel. Nur der alberne Anfangsmonolog bleibt auf Tele 5 aus. Als Sidekick fungieren Bild-Vize Nikolaus Blome und Spiegel-Autor Markus Feldenkirchen.  Beide sollen irgendwie zwei politische Lager vertreten. Naja!

Zu Gast: Johannes Ponander

Diesmal war ein Pirat zu Gast. Auf dem Online-Auftritt von Bild.de wurde schon ein halber Skandal draus gemacht, da es sich bei dem Piraten um Johannes Ponander handelte, dem ja nach mehren peinlichen Medienauftritten von den Piraten ein „Medien-Maulkorb“ verpasst wurde. Ei Ei Ei. Kleine Werbung vom Springer-Verlag für den ja Stuckrad-Barre seit mehr als vier Jahren exklusiv schreibt und auch der Herr Blome der Vize ist. Nachdem sich Ponader den zehn zahnlos bissigen Fragen von Stuckrad-Barre mehr schlecht als recht stellte, versuchte besonders Feldenkirchen den Presse-Piraten in die enge zu treiben. Allerdings mit mäßigem Erfolg. Währende  zunächst das junge Publikum via Umfrage  prophezeite, dass Pronander die Piraten nun endgültig ruinieren würde und am Ende das Gegenteil voraussagte, versuchte auch Stuckrad-Barre den Piraten mit dem immer lichter werdenden Haupthaar immer mehr aus der Ruhe zu bringen, was aber letztlich nicht gelang. Beide Inhalierten Kräuter und spielten am Ende eine Art Improvisationstheater, wo Blome und Feldenkirchen beiden Anweisungen gab, was sie machen sollten.  Irgenwie zu bemüht. Immerhin gab Profander dem Talkmaster ein Küsschen und der Talkmaster massierte dem Piraten die Füße. Am Ende mischte noch Semmelrogge beim Impro-Theater mit. Am besten selbst ein Bild machen. Immerhin regte die Sendung dazu an, das politische Schicksal Profanda bei den Piraten zu verfolgen. Wird es Konsequenzen haben oder nicht?

Hoffentlich stimmt die Quote

Eines muss man der Show lassen: Besser als die abgelutschten Sendung auf ARD und ZDF. Mehr Biss und mehr Sarkasmus und die Politiker zeigen sich meist von einer anderen Seite. Das hat er bereits auf ZDF neo bewiesen. Man kann nur hoffen, dass die Spielfilm-Fans nicht wegschalten und Stuckrad-Barre nicht das gleiche blüht wie Harald Schmidt auf Sat. 1. Immerhin beweist Tele 5 durch diesen Einkauf und den Sendeplatz eine gewisse Portion Mut, der schließlich belohnt werden sollte. Und man kann auf Stuckrad-Barre schimpfen wie man will, er schafft es zumindest Poltiker aus der Reserve zu locken. Und man lernt auch Politiker von einer anderen lockeren Seite kennen. Nicht nur Piraten werden kommen, sondern auch Politiker aus anderen Partien, so wie es auch auf ZDF neo der Fall war.

Die Show läuft ab sofort jeden Donnerstag um 23:10 auf Tele 5.

 

 

 

 

 

 

Herzlichen Glückwunsch EU

Oktober 13, 2012

Lange hat es gedauert, aber nun ist es soweit. Die EU hat den Friedensnobelpreis erhalten. Angeblich weil sie seit 60 Jahren für Frieden sorgt. In Norwegen scheinen wohl diesmal die größten Zyniker aus Norwegen in der Jury zu sitzen. Wie oft die EU an Kriegshandlungen beteilligt war, das kann ja der unverdummte Leser ganz ganz schnell googeln oder seine Mutti fragen. Spontan fallen mir gleich fünf ein: Lybien, Kosovo, Afghanistan, Falkland-Inseln und Irak. Aber nun gut. Frage nur: Sind nun alle EU-Bürger Nobelpreisträger oder nur die Regierungschefs. Die EU ist ja bekanntlich ein Völkerrechtsubjekt und nach dem schwarzen Obama auch etwas heller. Vielleicht bekam die EU ja auch nur den Preis verliehen, weil sie die Türken nicht reinlässt. Wie auch immer. Nachdem Herta Müller für ihre „Eierschaukel“ den Nobelpreis erhalten hat, wundert einen bestimmt eh nix mehr. Bin gespannt, wer nächstes Jahr den Nobelpreis erhält. Also mein Favorit ist Mitt Romney…