Wie der US-Wahlkampf langsam nervt!

Oktober 22, 2012

Seit Monaten wird der mündige gesellschaftlich interessierte Bürger ständig von Meinungen, Meldungen, Informationen vom bevorstehenden Wahlkampf in den USA heimgesucht. Ganz egal, ob nun der Friedensnobelpreisträger Obama oder sein konservativer Herausforderer Romney das Rennen macht, hauptsache es ist Schluss.

Alle vier Jahre wird in den USA der Präsident gewählt und Gott sei Dank ist es nicht immer dergleiche. Die Berichterstattung schon. Schon ein halbes Jahr davor wird über die Qualitätsmedien fleissig über den Herausforderer und den amtierenden „mächtigsten Mann der Welt“ fleissig gesprochen, geschrieben, gezwitschert und gefilmt. Natürlich wird so eine Wahl nicht spurlos an Deutschland und Europa vorbeigehen. Aber im Vorfeld wird darüber mehr berichtet als über die aktuelle Wahl in Tscheschien oder in Litauen, Länder die eher vor unserer Haustüre sind als die Vereinigten Staaten.

Aber muss man sich das geben? Ist es wichtig zu wissen, dass Romney als Teenager mal einen Schwulen auf dem Pausenhof vermöbelt hat, oder daß Obama mit zwiellichtigen Gestalten im Studium abhing? Höchstens um mit unnützen Wissen herumzuprotzen. Wichtig ist doch nur, daß wir am 6. November 2012 endlich wissen, wer der neue Präsident wird. Einfluß haben wir in Europa eh keinen und die Amis haben auch nur einen mittelbaren Einfluß mittels Wahlmänner auf die Wahl.

Momentan hat der amtierende Präsident die Nase vorne und in den letzten Wahlen wurde der amtierende Präsident sowieso wiedergewählt. Auch die FAZ ist sich in einem aktuellen Online-Artikel sicher, dass es Obama wieder macht. Es sei das „Paradox des Präsidenten“ und von Wechselstimmung sei im Land auch keine Spur.

Es ist schon ein Paradoxon, daß hier über den Wahlkampf geschrieben wird, aber irgendwie muss man sich ja  seine Meinung darüber auch kundtun können. Wer sich darüber informieren will, sollte dazu die amerikanische Presse lesen, die eh viel näher am Ort des Geschehens ist. Im Übrigen würde die höchtens einen kleinen Artikel über eine Bundestagswahl in Deutschland schreiben.

Für alle die sich dennoch die Dosis „Robamney“ geben will, die können sich am Montagabend den dritten und letzten Schlagabtausch der beiden Kontrahenten geben. Objektiv bleibt der Wahlkampf ja, in Anbetracht der Tatsache, dass beide etwa gleichauf sind spannend.

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Eine Antwort to “Wie der US-Wahlkampf langsam nervt!”


  1. […] Wie der US-Wahlkampf langsam nervt!. […]


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