(Leit-)Medienboykott

März 29, 2014

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Anonymous hatte vor zwei Wochen zum Medienboykott aufgerufen.Vollkommen zu Recht. Was in letzter Zeit für eine Hetze abgeht, geht unter keine Kuhhaut mehr. Widersprüche und grobe Anschuldigungen gegenüber der Russischen Föderation stehen an der Tagesordnung der großen Medienhäuser.

Das beste Beispiel für die Hetze war vor ca. 3 Wochen in der Bildzeitung:

 

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Da kann es ja einem schon echt mulmig werden, wenn das die meistgelesene Zeitung ist. Dieses Exemplar wurde zufällig abfotografiert und wurde nicht gekauft. Zeitungen braucht man fast keine mehr zu kaufen. Wenn man die Zeitung in der Hand hält, dann sind die Nachrichten bereits veraltet. Kommentare und Empfehlungen im Ratgeber-Stil wie diesen sind dann echt die Krönung. Aber die Zeitungen sind ein absteigender Ast. Wenn man sowas zu lesen bekommt, dann fragt man sich echt, warum man dafür zahlen soll. Hetze und Spaltung in einem hochsensiblen Thema. Und kein Gas aus Russland? Wollen wir durch Fracking unseren Boden und unser Land kaputtmachen?

Das Geschäft der Zukunft sind die Online-Auftritte

Auch Online kann man boykottieren. Am besten man klickt sie nicht. Und wenn doch sollte man auch einiges beachten, so dass diese Medien den geringst möglichen Nutzen aus solch einem Klick ziehen.

Folgendes fällt mir gerade ein, was dabei noch zu beachten ist: Ladet euch bei Firefox einen ad-Blocker und PHP Blocker runter. Beispielweise Ghostery. Am besten gleich noch mit dem Tor-Browser. Das ist wichtig, weil durch die Tracker und die IP generieren die Online-Medien Daten und Zahlen, damit sie mit ihren Werbepartnern verhandeln. Manche werden dabei auch mal staunen, wer alles ihr Surfverhalten beobachtet. 

Am besten dis-liked und entfolgt ihr auch diverse Facebook-, Google+ und Twitter-Auftritte dieser Medien. Aktuell leben Online-Medien auch von ihrem Social-Media-Auftritt und haben dafür sogar Redakteure angesetzt, die die Viralität, die Erreichbarkeit, der Artikel steigern. Viele Buttern auch mächtig Kohle hierein, wovon diese Plattformen leben.

Kommentare sind auch überflüssig, da auch aus diesen einen medienökonomischen Vorteil generiert werden kann. Kritische Kommentare werden sowieso schnell gelöscht. Wenn dann zwischen 18.00 und 08:00 Uhr, da die Stelle dann nicht mehr besetzt wird. Ansonsten zensieren diese Medien rabiater und schamloser als die Chinesen, von denen sie ihr Zeitungspapier erhalten.

Bis auf Handelsblatt, Wirtschaftswoche, NZZ, SN und DWN und der Freitag ist alles aus meinen Gefällt-mir Angaben geflogen.

Zum medienökonomischen Vorteil: Es geht um die Erreichbarkeit der Online Auftritte. Hier werden Zahlen aus Trackern generiert, die euer Surfverhalten abrufen. Auch spielen die Likes und Kommentare eine Rolle. Vieldiskutierte und vielgelikte Artikel sind ein Indiz dafür, dass die Seite häufiger abgerufen wird. Versetzt man sich nun in die Lage eines Marketing-Menschen, der ein Produkt online bewerben möchte, dann wird man wohl das Medium wählen, was auch häufig abgerufen wird. Und viele Likes auf Facebook sind ein Argument dafür. Je mehr geliked, kommentiert und abgerufen wird, desto mehr können die Marketing-Leute aus den Zeitungen für mehr Geld pro Werbeanzeige verlangen. Das ist fast nichts anderes wie die Media-Daten beim Radio, wo es auch darum geht, wie viele Menschen etwas im Radio hören. Der Unterschied ist nur ein markanter: Beim Radio wird dies meist durch Telefonumfragen ermittelt.

Folgende Software überwacht, wann und wo und wie lange ihr auf einer Seite bleiben tut. Ein Beispiel aus Spiegel-Online:tracker

 

Sind doch ziemlich viele kleine Spione sogenannte Memetracker, die euer Surfverhalten beobachten. Wer wissen mehr darüber wissen möchte, dem sei dieser Artikel von Readers Edition nahegelegt.

Allerdings sollte man sie generell boykottieren. Sie hetzen, lügen und denunzieren. Das sollte man nie vergessen.
Auch wenn man einen Artikel schlecht findet und ihn postet und euch darüber beschwert, dann bringt es ihnen was, um in Social-Media Charts (Beispielsweise: http://www.10000flies.de) geranked zu werden .

Bei herkömmlichen Blogs wie WordPress schaut das anders aus. Ein Screenshot auf dieser Seite zeigt: Gerade mal die Buttons von den Sozialen Medien werden mit dem Add-On Ghostery (hier für Opera) angezeigt. Natürlich haben Blogger nicht immer so viel Equipment wie die großen, aber viele bemühen sich besonders und schreiben nicht um jeden Preis. Ein bekannter Journalist erzählte mir seine Art und Weise, die kurz erklärt ist: „Ich schreibe nur, wenn ich es für richtig erachte. Ich denk mir keinen Scheiß aus“. Der Mann lebt damit glücklich und zufrieden und ist angesehen.

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Also regt euch nicht weiter auf. Lasst die nur machen. Wenn man die Provokationen der Leitmedien noch nicht ignoriert, dann ist man selber schuld. Dem Autor dieses Beitrags passiert das manchmal (noch). Danke!

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